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FIDIC Red Book vs. Yellow Book: Unterschiede und Wahl in BiH

6. November 2026
FIDIC Red Book vs. Yellow Book: Unterschiede und Wahl in BiH

Der Unterschied zwischen FIDIC Red Book und Yellow Book hängt an einer Frage: Wer plant? Beim Red Book liefert der Auftraggeber die Planung, und der Auftragnehmer baut danach. Beim Yellow Book plant und baut der Auftragnehmer selbst, und zwar auf Grundlage der Anforderungen des Auftraggebers (Employer's Requirements). Aus dieser einen Entscheidung ergeben sich Preismodell, Haftung, Prüfpflichten und die typischen Streitpunkte. In Bosnien und Herzegowina werden beide Bücher regelmäßig eingesetzt, vor allem bei Infrastrukturprojekten, die internationale Entwicklungsbanken finanzieren. Wer hier anbietet, investiert oder als Auftraggeber ausschreibt, sollte die Logik beider Bücher kennen, bevor ein Angebot kalkuliert oder ein Vertrag verhandelt wird.

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Kurz gesagt

  • Red Book: Der Auftraggeber plant, der Auftragnehmer baut. Vergütet wird grundsätzlich nach Aufmaß (Remeasurement).
  • Yellow Book: Der Auftragnehmer plant und baut und schuldet ein Ergebnis, das für den vertraglich festgelegten Zweck taugt. Vergütet wird grundsätzlich pauschal (Lump Sum).
  • Gemeinsam: Beide Bücher werden von einem Engineer verwaltet und teilen seit der Ausgabe 2017 strenge Fristen für Anzeigen und Ansprüche.
  • Aktuell maßgeblich ist die 2. Ausgabe 2017, 2022 mit Änderungen neu aufgelegt. In BiH laufen viele Projekte aber noch nach der Ausgabe 1999.
  • In BiH überlagern das Vergaberecht und das nationale Vertragsrecht die FIDIC-Bedingungen. Entscheidend sind deshalb die Besonderen Bedingungen (Particular Conditions).

Inhaltsverzeichnis

Der Kernunterschied: Wer trägt die Planung?

FIDIC selbst ordnet die Bücher nicht nach der Art des Bauwerks, sondern nach dem Beschaffungsmodell. Nach der Übersicht der FIDIC-Vertragsfamilie eignet sich das Red Book für Arbeiten, die überwiegend der Auftraggeber plant. Das Yellow Book passt, wenn überwiegend der Auftragnehmer plant, gleich ob es um schweren Tiefbau oder um elektromechanische Anlagen geht. Einzelne Elemente kann auch beim Red Book der Auftragnehmer planen. Der Grundsatz bleibt trotzdem: Die Planungsverantwortung liegt beim Auftraggeber.

Die International Bar Association betont, dass Red, Yellow und Silver Book keine bloßen Farbvarianten desselben Vertrags sind. Es handelt sich um rechtlich und technisch verschiedene Rahmenwerke. Mit jedem Buch ändern sich Anspruchslogik, Verfahrensanforderungen, Pflichten der Parteien und Bewertungsmethoden.

Im Red Book dreht sich die Risikostruktur um die Pflicht des Auftraggebers, rechtzeitig genaue Informationen und Pläne zu liefern. Sind die Pläne fehlerhaft, unvollständig oder kommen sie zu spät, hat der Auftragnehmer in der Regel Ansprüche auf Zeit und Kosten. Im Yellow Book muss der Auftragnehmer eine funktionierende Anlage oder ein funktionierendes System liefern, das die Leistungsanforderungen erfüllt. Leistungsprüfungen, Inbetriebnahme und Schnittstellenmanagement werden damit zu zentralen Themen.

Red und Yellow Book im Vergleich der Pflichten

Wer als Auftraggeber das Red Book wählt, behält also Kontrolle über das Design, trägt aber auch dessen Risiko. Dazu gehört die Absicherung des Bauvorhabens insgesamt. Wie Geldgeber das sehen, zeigt ein Überblick, welche Bauleistungsversicherung Kreditgeber verlangen, bevor sie die erste Tranche auszahlen.

Red Book und Yellow Book im direkten Vergleich

KriteriumRed BookYellow Book
Offizieller TitelConditions of Contract for ConstructionConditions of Contract for Plant and Design-Build
PlanungAuftraggeber (bzw. sein Planer)Auftragnehmer nach den Employer's Requirements
Typisches PreismodellAufmaß nach Leistungsverzeichnis (Bill of Quantities)Pauschalpreis, oft mit Zahlungsplan nach Meilensteinen
Mengenrisikoüberwiegend beim Auftraggeberüberwiegend beim Auftragnehmer
QualitätsmaßstabAusführung nach den Plänen des AuftraggebersEignung für den vertraglich bestimmten Zweck
Zentrale Streitthemenverspätete oder fehlerhafte Pläne, Mengenabweichungen, NachträgeAuslegung der Employer's Requirements, Leistungstests, Mängel im Design
VertragsverwaltungEngineerEngineer
Typische ProjekteStraßen, Brücken, Hochbau, Wasserbau mit fertiger AusführungsplanungAnlagen, Kläranlagen, E&M-Gewerke, Design-and-Build-Abschnitte im Straßenbau

Die Tabelle zeigt die Regel, nicht jede Projektwirklichkeit. In der Praxis passen Auftraggeber beide Bücher über die Besonderen Bedingungen an, teils sehr weitgehend. Deshalb gehört der konkrete Vertragstext immer vor das Musterformular.

Vergütung: Aufmaß gegen Pauschalpreis

Nach der Analyse in der Global Arbitration Review ist das Red Book ein Remeasurement-Vertrag: Der endgültige Vertragspreis ergibt sich aus dem Aufmaß und der Bewertung der tatsächlich ausgeführten Arbeiten. In der Praxis wird das Red Book allerdings häufig in einen Pauschalvertrag umgebaut. Das Yellow Book ist dagegen als Pauschalvertrag angelegt. Der Auftragnehmer erhält Abschlagszahlungen auf den Pauschalpreis. Alternativ kann ein Zahlungsplan (Schedule of Payments) Zahlungen an Meilensteine knüpfen.

Für die Kalkulation bedeutet das:

  • Im Red Book kalkuliert der Bieter Einheitspreise. Mengenänderungen verschieben den Endpreis, ohne dass jede Abweichung ein Nachtrag sein muss.
  • Im Yellow Book steckt das Mengen- und Planungsrisiko im Pauschalpreis. Fehlt im Angebot etwas, das die Employer's Requirements verlangen, trägt dies grundsätzlich der Auftragnehmer.
  • In beiden Büchern kann eine Preisgleitung über Indexformeln vereinbart werden. Nach der Ausgabe 2017 setzt das voraus, dass die Parteien eine Tabelle zur Kostenindexierung tatsächlich in den Vertrag aufnehmen. Gerade bei langen Bauzeiten und schwankenden Material- und Energiepreisen ist das ein Verhandlungspunkt.

Zur Vergütung gehört auch die Kehrseite: Schadenersatz bei Verzug (Delay Damages). Beide Bücher sehen einen festen Tagessatz für verspätete Fertigstellung vor, der mit dem Anspruch auf Bauzeitverlängerung zusammenspielt. Im bosnischen Recht sollte diese Klausel mit den Regeln zur Vertragsstrafe in BiH abgeglichen werden. Wie Vertragsstrafen bei öffentlichen Aufträgen in einem anderen europäischen Vergaberegime gefasst und angegriffen werden, zeigt eine Darstellung zu Vertragsstrafen bei öffentlichen Aufträgen.

Planungshaftung und Fitness for Purpose

Der härteste Unterschied liegt in der Haftung für das Ergebnis. Beim Yellow Book übernimmt der Auftragnehmer nach der Global Arbitration Review eine Verpflichtung zur Eignung für den Zweck (Fitness for Purpose). Die fertigen Arbeiten müssen den Zweck erfüllen, den die Employer's Requirements festlegen. Das geht über die Pflicht hinaus, sorgfältig zu planen: Geschuldet ist das funktionierende Ergebnis.

Daraus folgen drei praktische Konsequenzen:

  1. Die Employer's Requirements sind das wichtigste Dokument. Was dort zu Zweck, Umfang, Leistungswerten und technischen Kriterien steht, bestimmt den Haftungsmaßstab. Unklare Formulierungen führen fast zwangsläufig zu Streit.
  2. Fehler in den Unterlagen des Auftraggebers sind im Yellow Book ein eigenes Risikofeld. Wer anbietet, sollte prüfen, welche Angaben er übernehmen darf und welche er selbst verifizieren muss.
  3. Versicherung und Subplaner müssen zum Haftungsmaßstab passen. Deckt die Berufshaftpflicht des Planers nur Fahrlässigkeit, nicht aber eine Zweckgarantie, entsteht eine Lücke beim Auftragnehmer.

Im Red Book haftet der Auftragnehmer für die vertragsgemäße Ausführung nach den Plänen des Auftraggebers und für die Teile, die er ausnahmsweise selbst plant. Der Auftraggeber steht für die Richtigkeit seiner Planung ein.

Engineer, Ansprüche und Streitbeilegung

Beide Bücher werden von einem Engineer verwaltet. Er muss nach dem Vertrag ein qualifizierter, erfahrener Ingenieur sein und die Vertragssprache fließend beherrschen. FIDIC selbst beschreibt die Ausgabe 2017 als deutlich präskriptiver als die Ausgabe 1999: Klausel 3 regelt Pflichten und Befugnisse des Engineers, seinen Vertreter, Delegation, Weisungen, seinen Austausch, das Verfahren der Einigung oder Bestimmung (Agreement or Determination) und Besprechungen.

Für Ansprüche gilt seit 2017 in beiden Büchern ein strenges Fristenregime. Die anspruchstellende Partei muss innerhalb von 28 Tagen eine Notice of Claim abgeben und innerhalb von 84 Tagen einen vollständig begründeten Anspruch einreichen. Sonst ist der Anspruch verfristet. Neu ist auch, dass diese Regeln für Ansprüche des Auftraggebers ebenso gelten wie für Ansprüche des Auftragnehmers.

Nach Angaben von FIDIC zur 2. Ausgabe des Red Book bringt die Ausgabe 2017 klarere Anforderungen an Anzeigen und Kommunikation, behandelt Ansprüche beider Seiten gleich und trennt sie von Streitigkeiten. Dazu kommen Mechanismen zur Streitvermeidung und ausführliche Regeln zum Qualitätsmanagement. Bleibt ein Streit ungelöst, führt der Weg über das Streitbeilegungsgremium (Dispute Avoidance/Adjudication Board) in der Regel zur Schiedsgerichtsbarkeit.

Der Unterschied zwischen den Büchern zeigt sich vor allem im Streitstoff. Im Red Book geht es oft um die Frage, ob Pläne rechtzeitig und richtig geliefert wurden. Im Yellow Book stehen Leistungstests, Inbetriebnahme und die Auslegung der Employer's Requirements im Mittelpunkt. Für die Projektorganisation heißt das: Ein sauberes Anzeige- und Dokumentationssystem ist bei beiden Büchern Pflicht, denn ein inhaltlich berechtigter Anspruch kann allein an einer versäumten Frist scheitern.

Engineer, Ansprüche und Streitbeilegung

Welche Ausgabe gilt: 1999, 2017 oder 2022?

Aktuell ist die 2. Ausgabe von 2017, die FIDIC 2022 mit Änderungen neu aufgelegt hat. Sie enthält die Allgemeinen Bedingungen, Hinweise zur Erstellung der Besonderen Bedingungen sowie Muster für Angebotsschreiben, Zuschlagsschreiben, Vertragsurkunde und Vereinbarung zum Streitbeilegungsgremium.

Für Projekte in BiH ist wichtig, wer finanziert. FIDIC hat 2023 seine Vereinbarung mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung um fünf Jahre verlängert. Danach darf die EBRD die wichtigsten FIDIC-Verträge für ihre Projekte nutzen, darunter Red, Yellow und Silver Book 2017 in den Neuauflagen von 2022. Gleichzeitig laufen viele ältere Projekte im Land noch nach der Ausgabe 1999. Wer einen Vertrag übernimmt oder in ein laufendes Projekt einsteigt, sollte deshalb zuerst klären, welche Ausgabe gilt. Fristen, Engineer-Verfahren und Anspruchsregeln unterscheiden sich erheblich.

Die Originaltexte sind kostenpflichtig. Der FIDIC-Bookshop führt die Bücher 2017 (Nachdruck 2022) für 63 bis 235 € und die Bücher 1999 für 40 bis 195 €. Laut FIDIC-FAQ zu elektronischen Dokumenten kostet eine PDF-Datei 195 € pro Vertrag für einen Nutzer und ein Jahr. Bearbeitbare Word-Fassungen gibt es nur mit projektbezogener Lizenz für 920 € pro unterzeichnetem Vertrag. Die Preise können sich ändern, maßgeblich ist die aktuelle Seite von FIDIC.

Red und Yellow Book in der Praxis in Bosnien und Herzegowina

Im Straßenbau in BiH ist das Yellow Book stark vertreten. Für den Abschnitt Poprikuše–Nemila auf dem Korridor Vc nannte die EBRD in ihrer Ausschreibung das Yellow Book 1999 als Grundlage der Design-and-Build-Verträge. Der Abschnitt wurde nach dem Prinzip „projektuj i izgradi“ gebaut, lokal als „žuti FIDIC“ bezeichnet. Auch die Bauüberwachung für die Umfahrung Doboj auf dem Korridor Vc lief auf Basis des Yellow Book 1999. Für den 5,1 km langen Abschnitt Kvanj–Buna wurde ein Design-and-Build-Vertrag nach Yellow FIDIC vorbereitet, mit sechs Monaten für die Planung und 30 Monaten für den Bau.

Das Red Book findet sich dort, wo der Auftraggeber fertige Pläne mitbringt. Am Hafen Brčko etwa wurden drei getrennte Bauverträge für Gleisanlage, Zufahrtsstraße und Umschlagplattform nach dem Red Book überwacht.

In BiH treffen die FIDIC-Bedingungen zudem auf nationales Recht:

  • Vergaberecht: Öffentliche Auftraggeber vergeben nach dem Zakon o javnim nabavkama (Službeni glasnik BiH 39/14), zuletzt geändert durch Službeni glasnik BiH 50/24. Bei Projekten, die internationale Banken finanzieren, gelten oft zusätzlich deren eigene Beschaffungsregeln. Wie Bieter sich darauf vorbereiten, beschreibt unser Leitfaden zu öffentlichen Ausschreibungen in BiH.
  • Vertragsrecht: FIDIC-Klauseln werden nach dem anwendbaren Recht ausgelegt. Zwingende Vorschriften des bosnischen Rechts, etwa zum Bauvertrag in Bosnien und Herzegowina, lassen sich durch Musterbedingungen nicht abbedingen.
  • Genehmigungen: Baugenehmigungen und weitere Zustimmungen richten sich nach Entität bzw. Brčko-Distrikt. Im Yellow Book muss klar geregelt sein, welche Partei welche Genehmigung beschafft.
  • Sprache: Bei zwei- oder mehrsprachigen Verträgen bestimmt die vereinbarte Vertragssprache, welche Fassung bei Widersprüchen gilt.

So treffen Sie die Wahl

Die Wahl zwischen beiden Büchern folgt aus dem Projekt, nicht aus der Gewohnheit. Diese Fragen helfen:

  1. Liegt eine fertige Ausführungsplanung vor? Dann spricht viel für das Red Book. Muss die Planung erst entstehen und hängt sie eng am Know-how des Herstellers oder Bauunternehmens, spricht viel für das Yellow Book.
  2. Wie viel Kontrolle über das Design will der Auftraggeber behalten? Kontrolle bedeutet im Red Book auch Verantwortung für Planungsfehler.
  3. Wie sicher sind die Mengen? Bei unsicheren Mengen verteilt das Aufmaßmodell das Risiko fairer. Ein Pauschalpreis braucht belastbare Grundlagen.
  4. Lassen sich Leistungswerte messbar beschreiben? Das Yellow Book funktioniert nur mit präzisen Employer's Requirements und klar definierten Prüfungen.
  5. Wer finanziert, und welche Ausgabe schreibt der Geldgeber vor?
  6. Welche Besonderen Bedingungen sind nötig, damit der Vertrag mit bosnischem Recht und den Genehmigungsabläufen zusammenpasst? Eine Orientierung bietet unsere Liste wichtiger Vertragsklauseln für Bosnien 2026.

Unsere Sicht auf FIDIC-Projekte in BiH

Wir sehen bei FIDIC-Projekten in Bosnien und Herzegowina immer wieder dasselbe Muster: Die Farbe des Buchs wird früh festgelegt, die Besonderen Bedingungen dagegen spät und unter Zeitdruck verhandelt. Dabei entscheidet genau dieser Teil darüber, wie das Risiko am Ende tatsächlich verteilt ist.

Für internationale Auftragnehmer und Investoren ist das Yellow Book besonders anspruchsvoll. Wer einen Pauschalpreis anbietet und für den Zweck einsteht, muss die Employer's Requirements, die lokalen Genehmigungsschritte und die zwingenden Regeln des bosnischen Vertragsrechts vor der Abgabe des Angebots verstanden haben. Beim Red Book liegt der Schwerpunkt auf Planlieferung, Nachträgen und einer sauberen Dokumentation jeder Abweichung.

Unser Ansatz ist präventiv. Wir prüfen Ausschreibungsunterlagen und Besondere Bedingungen, bevor Fristen laufen, richten ein Anzeigesystem ein, das die 28-Tage-Logik einhält, und stimmen FIDIC-Klauseln auf das Recht in BiH ab. So werden Ansprüche gesichert, bevor aus ihnen ein Streit wird.

Franjo

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Yellow Book und Silver Book?

Beide Bücher übertragen die Planung auf den Auftragnehmer. Das Silver Book (EPC/Turnkey) legt dem Auftragnehmer aber deutlich mehr Risiko auf und verzichtet auf einen Engineer: Der Auftraggeber verwaltet den Vertrag selbst. Das Yellow Book bleibt mit dem Engineer näher an der ausgewogenen Risikoverteilung des Red Book.

Wofür steht FIDIC?

FIDIC steht für Fédération Internationale des Ingénieurs-Conseils, den internationalen Verband beratender Ingenieure. Der Verband veröffentlicht die Standardverträge der sogenannten Rainbow Suite, darunter Red, Yellow und Silver Book.

Welches ist das aktuelle Red Book?

Aktuell ist die 2. Ausgabe von 2017, die 2022 mit Änderungen neu aufgelegt wurde. In der Praxis werden in BiH weiterhin auch Verträge nach der Ausgabe 1999 verwendet. Welche Fassung gilt, ergibt sich immer aus dem konkreten Vertrag.

Kann ein Red Book Vertrag auch einen Pauschalpreis haben?

Ja. Das Red Book ist als Aufmaßvertrag konzipiert, wird in der Praxis aber häufig über die Besonderen Bedingungen in einen Pauschalvertrag umgewandelt. Damit verschiebt sich das Mengenrisiko, und die Abrechnungsregeln müssen entsprechend angepasst werden.

Quellen

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